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Widerstand und Opfer

Eine Unzahl an Menschen wurden von den Nationalsozialisten verfolgt, ausgebeutet oder ermordet. Auch in Regensburg wurden so viele Menschen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, dass es niemanden gegeben haben dürfte, der nichts davon mitbekommen hätte.

  • Ermordete zum Kriegsende - Am 23. April kam es in Regensburg zu einer Demonstration für die kampflose Übergabe der Stadt. Drei Personen wurden festgenommen und noch in der gleichen Nacht hingerichtet.
  • Euthanasieopfer - Von 1940 bis 1945 starben unter dem Direktor Paul Reiß mindestens 1.600 Patienten der Regensburger Anstalt Karthaus-Prüll entweder direkt in der Anstalt oder nach der Verlegung in die NS-Tötungsanstalt Hartheim als Folge aktiver Tötungshandlungen, unterlassener Hilfeleistung und Mangelernährung. In der Regensburger Einrichtung wurden auf Grundlage des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses 600 Patienten zwangssterilisiert.
  • Häftlinge des KZ-Außenlagers Colosseum - Das KZ-Außenlager Colosseum in Regensburg wurde als letztes Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg im Regensburger Gasthaus „Colosseum“ errichtet. In dem provisorisch errichteten Gefangenenlager, das sich im Regensburger Stadtteil Stadtamhof befand, wurden vom 19. März 1945 bis zum 23. April 1945 rund 400 männliche KZ-Häftlinge interniert, die hauptsächlich am Bahnhof und auf den Bahnanlagen zur Ausbesserung von Schäden infolge von Bombardierungen gezwungen wurden.
  • Juden und Jüdinnen - Regensburg besaß vor der NS-Zeit eine große jüdische Gemeinde. Zeitweise wurden im ansässigen jüdischen Altersheim auch Juden „gesammelt“, bevor sie in ein Konzentrationslager zu ihrer Ermordung deportiert wurden.
  • Neupfarrplatzgruppe - Am Neupfarrplatz trafen sich vor dem Arbeitsamt immer wieder Menschen und nutzten die Gelegenheit um zu diskutieren. Die Gestapo verhaftete schließlich 49 Personen, viele wurden verurteilt, viele ermordet.
  • Sinti und Roma - Sinti und Roma wurden ebenso wie Juden als rassisch minderwertig verfolgt und ermordet.
  • Zeugen Jehovas - Zeugen Jehovas, bzw. Bibeltreue weigerten sich Eide auf Hitler abzulegen und Wehrdienst zu leisten. Dafür wurden sie vom Regime auch in Regensburg verfolgt.
  • Zwangsarbeiter - Unzählige Kriegsgefangene, Verschleppte und „Freiwillige“ mussten für das deutsche Herrenvolk Zwangsdienste leisten. Von der Feldarbeit bis zur Bombenräumung oder in den Regensburger Messerschmidtwerken. Zwangsarbeiter waren allgegenwärtig.
widerstand_und_opfer/widerstand_und_opfer.txt · Zuletzt geändert: 2014/08/21 14:10 von andreas_schmal