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widerstand_und_opfer:neupfarrplatzgruppe:stadler_max

Stadler, Max

Zur Person

Geboren am 05.09.1894 in Regensburg
Verstorben am 06.11.1945

Zu 30 Prozent kriegsbeschädigt.

Feilenhauer
Hilfsarbeiter bei der Reichsbahn

1930 Mitglied der Roten Hilfe für 1 Jahr.
1931 bis 1933 Mitglied der KPD.
Einheitsverband der Eisenbahner Deutschlands bis 1933.
Blockwart im Reichsluftschutzbund bis 1942.

Widerstand und Verfolgung

Verhaftung

Am 03.11.1942 durch die Gestapo Regensburg.1)

Seit dem 29. Januar 1943 in Polizeihaft im KZ Flossenbürg.

Am 30.03.1943 Einlieferung ins Strafgefängnis Nürnberg.

Anklage

[…] ein hochverräterische Unternehmen vorbereitet zu haben. Der Beschuldigte Stadler versuchte in den Jahren 1941 und 1942 in wiederholten Gesprächen mit Bekannten am Neupfarrplatz in Regensburg durch staatsabträgliche Äusserungen, insbesondere durch die Behauptung, die deutsche Reichsregierung habe für das Volk nichts übrig und durch das Bezweifeln der in der deutschen Presse und im deutschen Rundfunk gebrachten Nachrichten unter seinen Bekannten für die gewaltsame Beseitigung der Verfassung des deutschen Reiches zu werben.
Das Volk werde von der Regierung zu wenig unterstützt […]
Keine Regierung habe für das Volk etwas übrig, das sei auch im Dritten Reich der Fall.

Er glaube nichts, was im Rundfunk zu hören und in der Presse zu lesen sei. Diese Vorwürfe wurden vom Angeklagten bestritten.

Urteil

Am 14.12.1943 erfolgte ein Freispruch mangels hinreichenden Tatbeweises

Entlassung

Am 15.12.1943 wurde M.Stadler aus München-Stadelheim entlassen.

Quellen und Literatur

1)
Gestapo-Bericht 167
widerstand_und_opfer/neupfarrplatzgruppe/stadler_max.txt · Zuletzt geändert: 2016/06/03 11:52 von andreas_schmal