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widerstand_und_opfer:neupfarrplatzgruppe:kneisl_josef

Kneisl Josef

Vorarbeiter, Invalidenrentner

BVP-Sympathisant, Monarchist

geboren: 18.09.1870 in Amberg

gestorben: 16.07.1959 in Regensburg

Verhaftung und Anklage

Am 03.11.1942 wurde Kneisl von der Gestapo Regensburg (Gestapo-Bericht Nr. 167) wegen Abhörens ausländischer Sender und Verbreitung dieser Nachrichten im größeren Kreis verhaftet. Ab dem 29.01.1943 befand er sich wegen Fluchtgefahr in Polizeihaft im KZ Flossenbürg.

In der Anklageschrift heißt es:
„Dem Beschuldigten Kneisl liegt zur Last in den Jahren 1941 und 1942 in Regensburg gelegentlich des Zusammentreffens mit Bekannten am Neupfarrplatz die Massnahen der Reichsregierung als Krampf und Schwindel bezeichnet […] zu haben […] soll er geäußert haben nur eine Monarchie könne eine Besserung des Lebensstandards des deutschen Volkes bringen. […] falls Deutschland den Krieg verliere, werde Bayern vom Reich getrennt und erhalte eine monarchische Regierungsform.1)2)

Da Josef Kneisl fast taub war, erfolgte das Verhör schriftlich. Der Lagerarzt im KZ Flossenbürg befand ihn als nicht haftfähig. Das Verfahren wurde am 10.08.1943 eingestellt.

Quellen

  • Angerstorfer, Dengg: „Regensburg im Widerstand. Neupfarrplatz-Gruppe“
1)
I b OJs. 40/1943
2)
Angerstorfer, Dengg: „Regensburg im Widerstand“, S. 76.
widerstand_und_opfer/neupfarrplatzgruppe/kneisl_josef.txt · Zuletzt geändert: 2014/08/21 13:55 von andreas_schmal